11.09.-23.10.2022 – Peru
Peru ist…
…wenn du deine Ausweisnummer auswendig kennst, weil du sie überall angeben musst.
…bis auf manche Straßen und die Gehwege (wenn es überhaupt welche gibt) nicht kriminell.
…bevölkert mit wirklich lieben und hilfsbereiten Menschen, die auch einfach mal spontan tanzen und feiern.
…ein Land, in dem jeder noch so kleine Ort einen „Plaza de Armas" hat, an dem sich die Leute versammeln.
…für unsere Verhältnisse sehr günstig.
…kühler als erwartet, außer im Dschungel.
…grün, bunt und vielfältig.
…trotz geringen Spanischkenntnissen einfach zu bereisen.
…kein Land, das man mit Zeitdruck oder in Ungeduld besuchen darf, hier ticken die Uhren anders.
…ideal zum Wandern und Auspowern.
…im Norden nicht sehr touristisch - man isst, reist und lebt unter den Einheimischen und trifft vereinzelt andere Reisende.
…kein Land für Barhopping und Clubs.
…wo man mit voller Blase oder Problemen mit Übelkeit kein Bus fahren sollte.
…ein Land mit unzähligen Möglichkeiten in Berg und Tal, Dschungel und Wüste, Stadt und Dorf, Meer und Seen.
Essen
Die Peruaner essen normalerweise Mittags, daher wird überall ein Mittagsmenü angeboten, bestehend aus Suppe oder einer anderen Vorspeise und einem üppigen 2. Gericht nach Wahl. Dazu gibt es meistens einen Tee oder Saft. Das Essen ist super, auch wenn man manchmal nicht weiß, was man bekommt. Das für mich tollste Gericht ist ‘Papa a la huancaina’, kalte Kartoffel in einer cremigen gelben Soße aus Chili, Milch und Crackern mit Ei. Toll waren auch die Pollo-Sandwiches, mit shredded chicken und Chips, Tomate, Salat und diversen Soßen. Ein klassisches peruanisches Gericht ist Pollo a la Brasa - 1/2, 1/4 oder 1/8 Hähnchen mit Pommes, zubereitet wie daheim. Käse und Pizza kann man hier nicht essen und Brot schmeckt auch etwas merkwürdig. Zu fast jedem Gericht gibt es Kartoffel plus Reis und in der Amazonasregion gibt es zu allem eine Kochbanane (schmeckt wie Kartoffel). Vegetarisch kennen die hier nicht, Fleisch ist nahezu immer Bestandteil eines Gerichts. Bei Getränken sind die verschiedenen frischen Säfte und Shakes mein absolutes Highlight und natürlich Pisco Sour.
Transport und Unterkunft
In Peru von A nach B zu kommen ist recht einfach, wenn auch manchmal ziemlich abenteuerlich. Ich bezweifle zwar, dass es hier so etwas wie einen TÜV gibt, trotzdem sind die Fahrzeuge ausgesprochen gut in Schuss. Für die 6-9 Stunden Fahrtzeit zwischen den größeren Orten haben wir Busse, meistens Nachtbusse, genommen. Für Fahrten innerhalb des Ortes oder zwischen kleineren Ortschaften gibt es ein massiges Angebot an Mototaxis und Collectivos, kleinen Bussen (ca. 18-20 Sitzplätze). Oft kann man aber auch einfach laufen.
Hostels und Hospedajes sind im Web oder vor Ort gut zu finden.
Highlights
Am besten hat es mir in Cajamarca und Chachapoyas gefallen, weil die beiden Orte mich mit allem drum und dran einfach fasziniert haben. Die Wanderungen in Huaraz werden mir stark in Erinnerung bleiben, weil sie mich an meine körperliche Leistungsgrenze gebracht haben, aber insbesondere wegen des unglaublichen Ausblicks auf die Berglandschaft der peruanischen Anden. Auch der Dschungel hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen, hier werde ich mich vorallem an die lebhaften Affen und die bunten Schmetterlinge erinnern.
Ich freue mich schon drauf, für eine Reise durch den Süden Perus zurückzukommen.
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