15.-18.01.2023 – Bukit, Kuta
Am Flughafen in Denpasar, Bali ist gleich klar, wir sind in Asien. Es ist alles geschmückt und dekoriert, es riecht nach Räucherstäbchen und Ölen, es gibt die typische Wasserbrause neben der Toilette statt Papier und die Leute tragen lange Kleidung. Draußen schlägt uns die feuchtheiße Hitze ins Gesicht und ich freue mich, dass es endlich richtig warm ist.
Unsere erste Unterkunft war selbst für den Taxifahrer nur schwer zu finden, da Adressen hier keine Verwendung finden und die Straßen ziemlich verwinkelt sind bzw. alles irgendwie ähnlich aussieht. Von außen sehen die Häuser aus wie kleine Tempel und vor jeder Tür findet man kleine Opfergaben mit Blumen und Reis. Die Menschen sind interessiert, offen und herzlich, das Essen sehr einfach, aber unglaublich lecker und günstig. Jeden Morgen wurden wir vom Morgengebet der benachbarten Moschee geweckt und lauschten in unseren Betten dem Gesang der Geckos.
Die Aktivierung der SIM-Karten war ziemlich aufwendig, weil das nicht bloß mit dem Kauf der Karte erledigt war, sondern wir eine knappe Stunde in die Stadt zu einem speziellen Laden fahren und uns mit einer Wartezeit von 2 Stunden identifizieren mussten. Deutsche Bürokratie ist nix dagegen: Die Originalunterlagen wurden kopiert und abfotografiert und nochmal je mit und ohne Kopie Fotos von Pässen, Karten, Papierschnipseln und Formularen gemacht. Sogar den Sperrbildschirm und die Einstellungen haben sie fotografiert 🤷🏻♀️🤦🏻♀️
Auf dem Rückweg haben wir mit unseren Rollern die schmalen, von Schlaglöchern zerfressenen Straßen zurück auf die Halbinsel erkundet und den schönen Nyang-Nyang Beach im Süden gefunden. Das Wasser hier ist klar und fast schon zu warm zum Abkühlen, aber ich finde es super.
Die Stadt Kuta nördlich von Denpasar ist furchtbar. Was man im Süden und in der Hauptstadt selbst schon in leichter Form hat feststellen können, war hier die nackte und einzige Realität: Die Straßen, die Strände und das Meer sind zugemüllt und man kann kaum einen Schritt gehen, ohne dass Straßenverkäufer oder Taxifahrer auf einen losstürmen, und ihr unvergleichliches Angebot für Tücher und Touren etc machen. Ein “Nein Danke” wird selten akzeptiert, eher folgen sie dir und betteln bzw. werden unverschämt. An Baden oder ein gemütliches Umherschlendern und Erkunden ist also kaum zu denken. Vielmehr ist man ständig auf der Flucht. Zudem sind wir als Deutsche zwar gewohnt, dass Toiletten Geld kosten, aber hier wird aus allem versucht Geld zu machen und die Touristen abzuziehen. Kurz, es hat absolut keinen Spaß gemacht sich irgendwo aufzuhalten.
Zwar hatte ich keine konkreten Vorstellungen von der bekanntesten Insel Indonesiens (und hab mich vorher auch nicht wirklich informiert 😅), aber leider ist mein Eindruck nach den ersten Tagen eher enttäuschend. Trauminselfeeling kommt hier definitiv nicht auf.
Während unserem Aufenthalt gab es ein leichtes Erdbeben südlich von Denpasar mit einer Stärke von 4,5. Gemerkt haben wir davon allerdings nichts.
Als nächstes gehen wir nach Ubud.
Kommentare: