29.01.-04.02.2023 – Jawa-Timur (Banyuwangi, Probolinggo, Cemoro Lawang, Surabaya)
Bis zur Hafenstadt Banyuwangi in Ost-Java haben wir etwa 12 Stunden gebraucht, da wir erst von Nusa Penida mit der Fähre zurück nach Sanur in Bali und von dort mit dem Bus nach Denpasar gefahren sind. Nachdem wir etwa 4 Stunden in der Hauptstadt verbracht haben, hat uns ein weiterer Bus quer durch Balis Westen zur Fähre und nach Banyuwangi gefahren. Zufällig haben wir bei unserer Ankunft festgestellt, dass wir eine Stunde Zeitverschiebung zu Bali haben und damit nun nur noch 6 Stunden vor Deutschland sind.
Sollten wir mal nach Bali zurückkommen, dann in den Norden und Westen der Insel und weit weg von den hochgelobten und vollgestopften Spots, denn was wir aus dem Bus raus gesehen haben, sah ziemlich gut aus.
Dass Java wesentlich weniger touristisch sein wird als Bali, haben wir uns gedacht. Aber hier ist man als Ausländer fast alleine und deshalb für die Einheimischen ziemlich interessant. Wir laufen also durch die kleinen Gassen Banyuwangis, vorbei an Warungs, Läden und Häusern, und werden erst ganz neugierig beäugt, aber im selben Moment schon fröhlich willkommen geheißen. In den Höfen und Straßen spielen überall Kinder und wenn sie uns sehen, bekommen sie ganz große Augen, zeigen auf uns und fangen ganz aufgeregt an zu tuscheln. Schnell erwidern sie dann aber unser Lächeln und kommen staunend auf uns zugerannt, wo sie dann doch stehen bleiben und uns aus sicherer Entfernung schüchtern grinsend zuwinken. Von allen Seiten wird man begrüßt und gefragt, woher man kommt und viele wollen sogar Bilder von oder mit uns machen 😅 Merkwürdige Situation, aber irgendwie schon süß.
In Banyuwangi haben wir eine Tour zum aktiven Vulkan Mt. Ijen gemacht, der bekannt ist für seinen Krater-See, die Schwefelmine und das nächtliche Blue Fire über dem See. Um rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Berg zu sein, wurden wir bereits um 2 Uhr frühs abgeholt. Ausgestattet mit Wasser, Keksen, warmen Klamotten und Atemschutzmasken machten wir uns also auf den Weg den Berg zu erklimmen und erreichten passend zum Sonnenaufgang unser Ziel. Die Sichtverhältnisse waren gut, sodass wir den türkisblauen See im Krater mit seiner Schwefelwolke gut sehen (und riechen) konnten. Weil der Wasserpegel des Sees aktuell wegen des Regens zu hoch ist, konnten wir die blauen Flammen im See leider nicht sehen. Trotzdem war der Anblick einfach genial, nicht zu sagen surreal. Der See sah aus wie gemalt und die Farben waren einzigartig.
Java hat ein gutes Zugsystem, das wir ausgenutzt haben, um nach Probolinggo an die Nordküste zu fahren. An einem unserer 3 Tage dort haben wir uns für einen Tagesausflug nach Cemoro Lawang aufgemacht. Der kleine Ort ist auf 2217 hm und Ausgangspunkt für die berühmte Bromo-Tour. Mt Bromo ist einer von vielen aktiven Vulkanen in der Region und liegt im Bromo Tengger Semeru Nationalpark. Der Plan war wieder nachts loszuwandern, am Viewpoint auf dem benachbarten Penanjakan Hill den Sonnenaufgang anzusehen und danach den Mt Bromo zu erklimmen, um einen Blick in dessen Krater zu werfen. Nach einer kurzen Nacht waren wir also um 5.20 Uhr am gewählten Platz bereit für die Sonne. Die hat sich allerdings so hinter den Wolken versteckt, dass wir den berühmten Sonnenaufgang nicht sehen konnten. Schade, aber da wir nun schonmal wach sind, gehts gleich weiter zum Krater. In gut einer Stunde waren wir dort und konnten einen Blick in des Innere des Vulkans werfen. Das Loch war so zugenebelt, dass man erst nicht viel sehen konnte, umso unheimlicher das Geräusch dessen, was da unten drin brodelte. Hin und wieder hat der Wind den Nebel weggeschoben, sodass man eine Ahnung davon bekommen konnte, wie tief es im Inneren ist.
Java ist überwiegend muslimisch, weshalb man an jeder Ecke eine imposante Moschee findet. Auch gefunden haben wir unsere indonesische Lieblings-Restaurantkette “Mie Gacoan”, was vom Konzept her vergleichbar mit unserem “Best Worscht” ist, nur mit Nudeln. Die Gerichte haben Namen wie Satan und man kann hinsichtlich der Schärfe ein Level bis 15 wählen. 3 hat uns als Chilli-Fans aber schon ausgereicht, was einiges über den Schärfegrad aussagt 😉
Surabaya hat uns nicht so gepackt, deshalb haben wir uns aufs Essen konzentriert und ziehen bald weiter nach Yogyakarta in Zentral-Java.
Kommentare: