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Crocs around the world

15.03.-23.04.2023 – Malaysia

Malaysia war ziemlich spannend und vielfältig in jeglicher Hinsicht. Ich hatte keine Vorstellung von dem Land und das Einzige, was ich wusste, war, wo es liegt.

Neben etwa 50 % Malaien leben in Malaysia 30 % Chinesen und Inder. Das führt natürlich zu Einflüssen in der Essenskultur, aber auch zu einem interessanten Miteinander.

Die Verständigung in Malaysia war einfach, da als ehemalige britische Kolonie viele Menschen Englisch sprechen. Außerdem ist Malaysisch (Bahasa Malaysia, Bahasa = Sprache) dem Indonesisch-Bahasa sehr ähnlich und wir konnten alles, was wir in Indonesien gelernt haben, auch hier anwenden.

Während 4 unserer 5 Wochen war Fastenzeit. Zwar fasten in Malaysia nicht alle Menschen, aber da hier überwiegend Muslime leben, ist es die Mehrheit. Deren Verhalten gerade auch zu Beginn und Ende des Ramadhan zu beobachten war ziemlich spannend. Die Überzeugung, der Stolz - auch die ganz Kleinen sind schon voll dabei. Besonders hart finde ich die Vorstellung, bei der Hitze nichts zu trinken und ich habe größten Respekt vor denjenigen, die sich dafür entscheiden.

Essen

Der Ramadhan hat es für uns etwas schwer gemacht, aber verhungert sind wir nicht. Wegen der hohen Anzahl an Chinesen und Indern, gibt es immer mal irgendwo ein Shop oder Restaurant, das geöffnet hat.

Auf den Märkten musste man sich bei den Leckereien manchmal echt zusammenreißen, um aus Respekt den Fastenden gegenüber nicht gleich an Ort und Stelle alles in sich reinzuschaufeln.

Zum Frühstück gibt es speziell Roti Canai (indische Pfannkuchen mit spicy Soße), Nasi Lemak (Reis in Banana Leaf mit Fisch/Shrimp/Squid/Chicken und scharfem Sambal und Erdnüssen) oder jedes andere Reis- und Nudelgericht. Chinesisch angehaucht gibt es fancy Nudeln, Tom Yam Suppen und Gerichte aus Reismehlteig (z.B. Char Koay Kak, Chai Tau Koay). Auf Märkten findet man viel Frittiertes, Fettgebackenes aller Art und kleine mit Kokosnuss gefüllte Pfannküchlein (Kuih Ketayap). Sonst typisch sind die Nudelgerichte Char Koay Teow und Hokkien Mee, Fried Rice und Huhn in sämtlichen Variationen. Ein Traum.

Verkehr

Der Verkehr in Malaysia ist für Südostasien ziemlich untypisch. Die Straßen sind in gutem Zustand, die Fahrzeuge gut erhalten und es herrscht (wenn überhaupt) geordnetes Chaos. Man sieht selten mehr als 3 Personen auf einem Roller und Helme sind weit verbreitet. Außerdem gibt es kaum Tuk-Tuks und mehr Autos als Roller. Bis auf den Linksverkehr würde ich es mit Mexiko vergleichen.

In den Städten gab es zentrale Busbahnhofe, die gut ausgebaut und übersichtlich waren und der Komfort in Bussen und Minivans war recht hoch.

Highlights

Mein Highlight war definitiv unsere Zeit in Terengganu bei Anuwar und seiner Frau zum Beginn der Fastenzeit. Ich habe mich selten irgendwo so Willkommen gefühlt und bei allen Orten, die wir besucht haben, waren die Eindrücke vom “echten” Malaysia hier am authentischsten.

Tauchen war hier mit etwa 15€/Tauchgang mega günstig und auch richtig gut. Und dann natürlich Penang mit seinen wundervollen Hawkercentern, Nightmarkets und die buddhistischen Tempel in Malaysia.

Kurz: Wir haben uns in Malaysia sehr wohlgefühlt und freuen uns, irgendwann auch die malaiische Insel Borneo zu bereisen.


Update: Wir haben uns von Instagram wieder abgemeldet 😜

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