29.09.-03.10.2022 – Chachapoyas (2.483 m)
- Kuélap (pic. 1-4) – Das vom prähistorischen Inkavolk Chachapoya (bis 1400) erbaute Dorf liegt auf ca. 2.900 m und wird auch Machu Picchu des Nordens genannt. Leider ist es nach zwei Einstürzen der Umgebungsmauer seit April 2022 geschlossen, sodass wir die Festung bzw. das Dorf nur von außen ansehen konnten 😔
- Gocta Wasserfall (pic. 6-14) – Der Gocta ist mit 771 m Fallhöhe der dritthöchste Wasserfall der Welt. Unser Rundweg führte uns in 17 km von San Pablo zur oberen Ebene des Wasserfalls, dann über einen krass steilen Weg zum unteren Level (ich war mega froh, dass wir da nicht wieder hoch mussten…) und dann nach Cocachimba, wo uns der Bus zurück nach Chachapoyas gebracht hat. Der Wanderweg bestand aus Stufen, Wald- und Schotterwegen, matschigen und lehmigen Trampelpfaden & steilen belaubten Kletterwegen und ging aus dem Dorf hinaus in den Wald, der hier schon deutlich tropischer und insektenreicher war, hoch zum Wasserfall, in 2 km direkt runter zum Wasserfall und nach zweimal Duschen durch den Wald ins andere Dorf zurück. Die Tour haben wir zusammen mit Georgio gemacht, den wir in unserem Hostel zufällig wiedergetroffen haben, nachdem wir bereits zusammen in Huanchaco waren. Etappenweise war die Strecke schon ziemlich herausfordernd, aber wir hatten tolles Wetter und die 6 Stunden, die wir von Bus zu Bus gebraucht haben, waren sehr kurzweilig und ich würde sagen eine gute Mischung aus aufregend und gleichzeitig beruhigend.
- Cañón del Sonche bei Huancas (pic. 15-22) – Die Schlucht ist 11 km lang, 962 m tief und ein wunderschöner Ort, um zur Ruhe zu kommen und zu träumen 😍
- Caverna De Quiocta bei Lámud und Sarcófagos de Karajía bei Cruzpata (pic. 23-25) – Die Caverna ist eine klassische Tropfsteinhöhle, wobei ich diese im Vergleich zu bspw. Höhlen in Slowenien oder Thailand (mit Spinnen und Schlangen) recht unspektakulär fand. Die Sarkophage waren mal interessant zu sehen, allerdings habe ich mir die auch wesentlich eindrucksvoller vorgestellt.
Da am Sonntag Wahltag in Peru war, ist leider kein Bus gefahren und wir sind einen Tag länger geblieben, als wir ursprünglich wollten. Interessant ist, dass es in Peru ein Gesetz gibt, wonach mind. 1 Tag vor und nach der Wahl kein Alkohol verkauft werden darf. Deswegen gab es leider auch am Abend nach der Wanderung zum Gocta Wasserfall keinen Pisco für uns. Chachapoyas ist ein wirklich süßes Städtchen mit zwei mittelgroßen Märkten, vielen Restaurants und tollen Jugerías und Heladerías. Es gibt den klassischen Plaza de Armas, den man in jedem noch so kleinen Dorf findet, und am Stadtrand geht man einige Stufen hoch und kann ins Tal über die ganze Stadt blicken. Mein Highlight waren die beiden Wanderungen.
Als nächstes geht es für uns nach Tarapoto.
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