07.07.-06.08.2023 - Südkorea
Die letzten 4 Wochen unserer Reise waren wir in Südkorea und haben etwas mehr als 2 Wochen mit unserem Roadtrip und Camping verbracht. Das Land erinnert sehr an die USA. Das Wetter war leider zu Beginn häufig ziemlich bescheiden, sodass wir uns im Auto oder unter unseren Regenschirmen versteckt haben. Zum Ende und vorallem während unserer Zeit in Seoul hat der (Dauer-/Stark-)Regen allerdings nachgelassen und es war richtig heiß.
Transport und Verkehr
In ganz Korea ist das Verkehrsnetz richtig gut ausgebaut, die meisten Straßen außerorts sind mindestens zweispurig, die Straßen in den Bergen auch in den Kurven richtig breit und kaputter Asphalt oder Schlaglöcher sind selten. Es ist ziemlich einfach zu fahren, die Verkehrsvorschriften sind fast wie bei uns, nur die geringe Maximalgeschwindigkeit auf den superguten Straßen hin und wieder schwierig einzuhalten. Man sieht überwiegend koreanische Modelle, seltener mal einen Benz oder BMW, und alle in sehr gutem Zustand. Verwirrt waren wir über Poizei- und Rettungsfahrzeuge, die ihr Blaulicht grundsätzlich anhaben, auch wenn sie nicht im Einsatz sind, und dass es alle paar Meter rot-blau-blinkt, um auf den Straßen auf potentielle Gefahren, Ampeln oder “enge” Kurven hinzuweisen. Das Öffentliche Verkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut, “fremdenfreundlich” und günstig.
Unterkünfte und Umgebung
Endlich wieder bargeldlos! Klar hatten wir immer ein wenig Cash parat, aber wirklich gebraucht haben wir es nicht.
Die Unterkünfte sind im Vergleich zu Südostasien teurer, aber auch Zimmer im ganz unteren Preisniveau sind gut ausgestattet und vorallem sehr sauber. Öffentliche Toiletten sind sehr verbreitet, kostenlos, rein und zu 99% mit Papier ausgestattet.
Man ist in Südkorea immer irgendwie von Bergen umgeben. Auch Flüsse und Seen sind nie weit entfernt. Der Mix aus Wasser + Berg ist einfach immer schön anzusehen. Das macht campen natürlich noch attraktiver, morgens aus dem Zelt krabbeln und auf Berge oder das Meer schauen - was will man mehr.
Camping ist in Korea auch bei den Einheimischen sehr beliebt und hat während Corona einen regelrechten Boom erlebt. Campsites findet man viele, Parkplätze und Parks sowieso und am Strand ist es erlaubt, solange nicht ausdrücklich verboten. Toiletten gibt es sowieso überall, am Strand auch meistens mit Duschen. Ein großes Minus ist allerdings, dass man seinen Müll manchmal lange mit herumtragen muss, weil Abfalleimer nicht so einfach zu finden sind.
Überall im Land findet man viele Hot Springs/Jjimjilbangs, Grabhügel, Folk- und Hanok Villages und schöne Parkanlagen. Am Abend leuchtet Korea auf, wenn alle Brücken, Tempel und Anlagen in bunten Lichtern erstrahlen. Die Tempel und Paläste waren optisch fast etwas langweilig im Vergleich zu denen, die wir bisher in anderen Ländern gesehen haben, denn im Prinzip sahen alle gleich aus. Die Spazier- und Wanderwege sind überall gut präpariert und dir wird wie in Australien quasi vorgegeben, wo du am sichersten läufst. Sicherheit wird hier generell in allen Bereich sehr groß geschrieben. Überall sind Überwachungskameras und auf den Damentoiletten gibt es in jeder Kabine Notfall-Knöpfe und eindringliche Hinweise für Kameranutzung.
Koreaner sind sehr aktiv und lieben Bewegung. An jeder Ecke inner- und außerhalb der Städte findet man Public Gyms oder sieht Menschen laufen, walken oder in Gruppen beim Fitnesstanz.
Essen
Da das Essen in Vietnam entgegen meiner Erwartung leider nicht so spicy war, war es das in Südkorea umso mehr. Die Portionen sind sehr groß und im Restaurant gibt es dazu meistens Kimchi (fermentierter eingelegter Kohl) und Brühe, kostenfreies Wasser natürlich auch. Bei aufwendigeren Gerichten wie Krabbe, BBQ oder Fisch bekommt man eine ganze Palette an kleinen Side-Dishes, die für sich schon sättigend wären. Essen gehen und Lebensmittel im Generellen sind allerdings recht teuer, vergleichbar mit Deutschland. Klassisch sind Nudeln aller Art, viel Rohes (Tatar, Sushi und Sashimi) und kleinere Reissnacks wie Gimbap (Reisrollen). Korean BBQ findet man auch überall und gefühlt sind die Läden alle voll.
Eines der 1000 verschiedenen Instant Nudel- und Fertiggerichte, die man in den diversen Convenience Stores wie cu, 7-11, e-mart und GS25 kauft und dort direkt in der Mikrowelle oder mit heißem Wasser fertig machen und verzehren kann, geht natürlich immer. Meine Favoriten sind aber Jjolmyeon (kalte Chewy Rice Noodle mit Gemüse und scharfer Soße) und Tteokbokki (Reiskuchen in scharfer Soße) und Korean Style Chicken.
Highlights
Die Strecke entlang der Ostküste war eines meiner Highlights - links die Berge, rechts das Meer. Neben dem wundervollen koreanischen Essen außerdem das geniale Mudfestival in Boryeong und der Abschluss in Seoul 🥳
Kommentare: